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In Cordaware bestinformed Version 6 ist die TCP-Verbindung zwischen Infoserver und Infoclient durch SSL gesichert. Für die Administrations-Webseite (HTTP) ist eine SSL-Verbindung standardmäßig aktiviert.
Einstellungen der SSL-gesicherten HTTP-Verbindung auf dem Infoserver
Standardmäßig ist der SSL-gesicherte HTTP (HTTPS) Zugriff auf die Weboberfläche aktiv und läuft über den Port 8043. Die Einstellungen zur SSL-gesicherten Verbindung auf dem Infoserver können in der Konfigurationsdatei "infoclient.ini" über das Serverboard in der Sektion [ssl] angepasst werden. Suchen Sie hier nach dem Eintrag "ssl" unter den SSL-Einstellungen. Mit einem Doppelklick kann der Wert bearbeitet werden. Setzen Sie hier "false" wird der SSL-gesicherte Zugriff deaktiviert, und mit "true" aktiviert. Speichern Sie anschließend die Änderungen mit der Enter-Taste und starten den Dienst für die Weboberfläche neu, damit die Änderungen angewendet werden. Der Dienst kann auch über die Weboberfläche im Serverboard via der roten Schaltfläche Weboberfläche (Server) neustarten neu gestartet werden.
Wie Sie eigene Zertifikate für den Webzugriff einspielen, finden Sie im Kapitel Webzugriff via SSL.
Hinweis zu SSL-gesicherten LDAP-Verbindungen
Für den Zugriff auf einen LDAP-Verzeichnisdienst über eine SSL-gesicherte Verbindung akzeptiert der Infoserver nicht das LDAP-Serverzertifikat, wenn der Aussteller des Zertifikates gegenüber dem Infoserver, bzw. gegenüber dem Computer mit installiertem Infoserver, unbekannt ist. Dies kann daran liegen, dass der Aussteller des SSL-Zertifikates das System ist, in dem die LDAP-Dienste (z. B. Novell eDirectory) ausgeführt werden. In diesem Fall ist es notwendig, das Root-Zertifikat des LDAP-Servers auf dem Computer des Infoservers in die vertrauenswürdigen Stammzertifizierungsstellen zu importieren. Das Root-Zertifikat der Zertifizierungsstelle kann im Zertifikate Snap-In der Microsoft Management Konsole (MMC) installiert werden.
Zertifikatsumwandlung
Cordaware bestinformed benötigt Zertifikate in Base64 encodiert. Daher müssen Zertifikate mit einem anderen Format vor der Nutzung konvertiert werden. Für die Konvertierung empfehlen wir das OpenSSL‑Projekt. Weitere Informationen finden Sie hier: https://openssl-library.org/.
Diese Anleitung baut auf der OpenSSL‑Version 4.0.0 auf. Sollten Sie eine andere Version verwenden, prüfen Sie, ob die genannten Befehle identisch funktionieren.
Standardmäßig werden Zertifikate in Windows im PFX‑Format exportiert. Dieses besitzt die Eigenschaft, dass das Server-Zertifikat, der private Schlüssel und die Zertifizierungsstelle (CA) passwortgeschützt in einer einzigen Datei gebündelt sind. Für das Nutzen der Zertifikate in bestinformed werden diese separat in Base64 encodiert benötigt.
Für das Umwandeln und Extrahieren der jeweiligen Zertifikate bzw. Schlüsseldateien können Sie die folgenden Befehle aus dem OpenSSL-Projekt nutzen. Ersetzen Sie dabei „zertifikat.pfx“ durch den tatsächlichen Dateinamen Ihres Zertifikats.
Zertifikat des Servers extrahieren
openssl pkcs12 -in zertifikat.pfx -clcerts -nokeys -out server_cert.pem |
Privaten Schlüssel extrahieren
openssl pkcs12 -in zertifikat.pfx -nocerts -nodes -out private_key.pem |
Certificate Authority (CA) extrahieren
openssl pkcs12 -in zertifikat.pfx -cacerts -nokeys -out ca_cert.pem |